Willkommen bei den GästeführerInnen der Museen und der Städte Detmold + Horn

Hermann-F. Janssen –  Gästeführer: Mitglied im BVGD

Stadtführer: Stadt Detmold

Museumsführer: LWL-Freilichtmuseum Detmold

Führungen auf: Deutsch …un op Plattdütsch

Hermann-F. Janssen

Führungen im LWL-Freilichtmuseum Detmold:   ( ca. 1,5  – 2 Std. )

 

  • Das Museum im Überblick – allgemeine Führung: Sie hören von Schulten, Köttern, Tagelöhnern + wandernden Händlern. Sie sehen vollständig eingerichtete historische Baugruppen umgeben von den dazugehörigen Nutzflächen wie Gärten, Wiesen und Äckern. Beispielhaft zeige ich Ihnen die landschaftlichen, zeitlichen, sozialen und bauhistorischen Unterschiede aller westfälischen Regionen.
  • Vom Korn zum Brot – Führung durch Mühlen, Backhäuser + Höfe bis zur Bäckerei, mit Dreschen + Mahlen
  • Kinderalltag – früher, wie war es als meine Oma und mein Opa jung waren
  • Fachwerktechnik – westfälisches Fachwerk = Ankerbalken, Zwei- + Vierständerbauten, Nebengebäude + Speicher ….. die meisten Gebäude im Freilichtmuseum sind Fachwerkbauten – wie es dazu gekommen ist, welche Hölzer in Westfalen verwendet wurden und wie ein Gefüge entsteht erläutert diese Führung.
  • Mühlentechnik – Handmühle, Tiermühle, Wassermühle, Bockwindmühle + Kappenwindmühle von Innen + Aussen
  • Rad + Flügel – Führung für Schüler + Kindergeburtstage
  • Aberglaube– Geister, Hexen und Dämonen – Phänomene des Aberglaubens: Gestern + ( Heute ? )
  • Baustellenführung „Gräftenhof PUR“ – Der Gräftenhof wird umgebaut und erhält eine Neupräsentation – Der Rundgang bietet die Möglichkeit während der Umbauphase alle Räume des Hauses und den Keller zu besichtigen.

 

Aktionsprogramm

 

  • Fachwerk selbstgemacht – Aufbau   Der besondere Spass für Schüler, Betriebsausflüge, Junggesellenabschiede und für Alle, die das AHA-Erlebnis suchen:

    Besonders nach Führung und Arbeitsbögen zu empfehlen, aber auch ansonsten ein spannendes Erlebnis: Das Fachwerkgerüst eines Backhauses vom Mindener Hof kann als Modell (ca. 3m x 3m) im Haus Düsterdieck wieder aufgebaut werden. Ein eigenes Richtfest kann nach Absprache gefeiert werden (Hinweis: mind. 10, max. 25 Kinder ab Klassenstufe 5 )

    Dauer: ca. 1, 5 Stunden

Im Freilichtmuseum in Detmold begleite ich meine Gäste, auf Wunsch, sehr gern in plattdeutscher Sprache. Vor 70 – 80 Jahren sprach fast jeder „auf dem Lande“ von morgens bis abends „Plattdütsch“.

Führungen in Detmold: ( ca. 1,5 – 2 Std )

  • Rundgang durch die Historische Altstadt – Gehen Sie mit mir auf einen Erkundungsgang durch die alte Residenz der Lippischen Fürsten … erleben Sie die Geschichte der über 1200-jährigen Stadt. Wir entdecken abgelegene Plätze, romantische Fachwerkgassen, hören von berühmten Dichtern … Historische Informationen gemischt mit humorvollen Anekdoten werden Ihnen die Zeit im Fluge vergehen lassen – weil keine Langeweile aufkommt.
  • Musik- + Theatergeschichte im 18. + 19. Jahrhundert in Detmold ( auf Wunsch mit Besichtigung von Landes- +/oder Sommertheater )
  • „Häuser + Plätze erzählen Geschichte„: Architektur von der Renaissance bis in die Gegenwart. Dieser Spaziergang führt Sie durch Detmolds historisches Zentrum und die planmässig angelegte „neue Stadt“ der Gründerzeit. Sie sehen Gebäude aus verschiedenen Stilepochen und hören spannendes über die Stadtentwicklungsgeschichte unserer alten Stadt.
  • Parklandschaft Friedrichstal Vor etwa 300 Jahren herrschte in der bis dahin noch mittelalterlich geprägten Residenzstadt der lippische Graf Friedrich Adolf. Der weitgereiste und kunstbegeisterte Graf hatte vor seiner absolutistischen Regentschaft (1697 bis 1718) mehrere Jahre in Paris, Holland und Italien verbracht. Die Kanäle und Grachten in Holland waren wohl Vorbild für seinen Plan, das Residenzschloss und einen etwa zwei Kilometer außerhalb der Stadtmauern geplanten Landsitz auf dem Wasserweg miteinander zu verbinden. Im Jahre 1701 begannen dann die Aushubarbeiten für den Kanal und die drei Schleusen.   Hinter der dritten und letzten Schleuse, im Bereich der heutigen Oberen Mühle, weitete sich der Kanal kreisrund und umfloss eine kreisförmige Insel, bevor er in einer Bucht endete. Dort lag die quadratische Viertürmeinsel mit einer illusionären Wasserschlosskulisse. Diesem „Lustschloss“ war ein barocker Terrassengarten mit Wasserspielen, Fontainen und einer sehr prächtig ausgestatteten Grotte (das heutige Mausoleum) vorgelagert. Für die Fahrt auf dem Kanal wurden zwei unterschiedlich große Gondeln für den Personentransport und ein Materialschiff gebaut. In der hochherrschaftlichen Anlage, die man gemeinhin Friedrichstal nannte, feierte der „Detmolder Sonnenkönig“ viele glänzende Feste.

       Auch in der Detmolder Altstadt begleite ich meine Gäste, auf Wunsch, sehr gern in plattdeutscher Sprache. Vor 70  – 80 Jahren sprachen auch viele Detmolder noch täglich „Plattdütsch“.

Kontakt: dt(dot)janssen(et)acheti(dot)info

Führung durch das „Haus Aussel“ in Wiedenbrück

Führung durch das „Haus Aussel“ in Wiedenbrück mit alten Freunden vom WK/Musterring-Seniorenkreis.

Beim Haus Aussel in Rheda-Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen handelt es sich um einen ehemaligen Burgmannshof, der gegen Ende des 12. Jahrhunderts entstand. Erstmals erwähnt wurde das Gut im Jahr 1197, als die Herren von Odeslohe dort wohnten. Sie waren in Diensten der Grafen von Rietberg und der Bischöfe von Osnabrück. Nachdem vor allem im 15. und 16. Jahrhundert die Besitzer mehrfach wechselten, war es Moritz II. von Amelunxen, der das heute noch existierende Herrenhaus im Jahr 1580 erbauen ließ. Er gehörte einem alten westfälischen Adelsgeschlecht an. © Foto: WK/Musterring Seniorenkreis (NN)

Die Warendorfer Gästeführer zu Gast im LWL-Freilichtmuseum Detmold

Die Warendorfer Gästeführer zu Gast im LWL-Freilichtmuseum Detmold während einer Führung zum Thema „Fachwerktechnik“ im Rahmen eines Fortbildungstages zur Gästeführerausbildung der VHS Warendorf. © Foto: Warendorfer Gästeführer (NN)

Wiedersehen nach 43 Jahren im LWL-Freilichtmuseum Detmold

Wiedersehen nach 43 Jahren im LWL-Freilichtmuseum Detmold – Führung für/mit alten StudienkollegInnen der „legendären“ TIFA in Detmold. © Foto: G. Luthe

Meine Gäste berichten: Zimmerer erkunden westfälisches Fachwerk

Die Oberstufe der Zimmerleute des Berufskollegs Rheine besuchte das LWL-Freilichtmuseum in Detmold. Zum Abschluss des Lernfeldes zur Restauration alter Fachwerkbauten unternahm die Oberstufe eine Exkursion in das ostwestfälische Detmold. Nach einer Zugfahrt entlang des Teutoburger Waldes und einer Wanderung vom Bahnhof zum Stadtrand, wo das Museum inmitten von Wäldern und teilweise eigens bewirtschafteten Ackerflächen liegt, wurde die Klasse direkt von ihrem Gästeführer Hermann-F. Janssen in Empfang genommen.

Herr Janssen gewann unmittelbar die Aufmerksamkeit der Schüler, als er berichtete, dass er selbst die Ausbildung zum Zimmermann absolviert hat, bevor er auf die Walz ging und sich dann in seine spätere ostwestfälische Wahlheimat ‚verguckt hat‘. Während seines Studiums arbeitete er immer wieder im Freilichtmuseum und auch nach jahrzehntelanger Tätigkeit in der freien Wirtschaft „verschlägt“ es ihn – zum Glück der Besucherklasse – weiterhin zu Gästeführungen ins Museum.

Das Grundkonzept der Anlage, die sich über 90 Hektar erstreckt, ist die Sammlung regionaler Ensembles, so dass Herr Janssen die Besonderheiten west- oder zentralmünsterländischer landwirtschaftlicher Nutzgebäude genauso aufzeigen konnte wie den Aufbau eines ostwestfälischen Dreiständerbaus. Konstruktive Details wurden ebenso erläutert wie wirtschaftliche Zusammenhänge oder kulturelle Hintergründe, die zur bemerkenswerten Vielfalt und Schönheit der nordrhein-westfälischen Fachwerkkultur führten. Aufwändigste Giebel mit Schnitzwerk und vergoldeten Inschriften sind nur einen Steinwurf vom profansten Nutzbau entfernt, die Bautradition lässt sich in allen Facetten nachzeichnen.

Nach dem etwa zweistündigen geführten Rundgang über die Anlage konnten die Schüler in kleinen Gruppen das Gelände noch einmal erkunden oder auch eine Stärkung in einer der beiden Gaststätten einnehmen, bevor es wieder auf die Rückreise nach Rheine ging mit einer Vielzahl an Eindrücken.

Fotos + Text: Th. Frönd Fachbereichsleiter Berufskolleg Rheine

DJK-Blau-Weiss Witten – Montagsturner im Teutoburger Wald

 

Vierzehn Turner(innen) treten neugierig und „navi-gesteuert“ die Reise nach Detmold an, um zum vereinbarten Zeitpunkt am Eingang des Freilichtmuseums zu sein. Das Einchecken im Hotel ist erst nachmittags möglich. Gegen 11:00 h ist eine Führung mit Herrn Hermann-F. Janssen geplant, der mit Nantke und Norbert befreundet ist. Er erwartet uns bereits. Das Freilichtmuseum (eröffnet 1971), hat ein riesiges Gelände von ca. 90 ha und zeigt rund 120 vollständig eingerichtete Bauernhäuser, die aus allen Landschaften Westfalens abgebaut und neu aufgestellt wurden. Alles können wir an einem Tag nicht besichtigen denn dafür ist sehr viel mehr Zeit erforderlich. Mit einer Kutsche, die von westfälischen Kaltblütern bergauf gezogen wird geht es los und vor einem bäuerlichen Kräutergarten ist erster Halt. Eine zünftige Mittagspause, mit typisch westfälischen Speisen, folgt dann im dortigen Museumsrestaurant. Danach wird die Führung fortgesetzt mit Erklärungen zu einzelnen Bauernhöfen, Windmühlen (Bockwindmühlen sind neu für mich), einer Schmiede und außergewöhnlichen Bauerngärten. Wir sind interessierte Zuhörer bei den kompetenten und auch humorvollen Vorträgen von Herrn Janssen, welcher uns auch am nächsten Tag durch Detmold`s Altstadt begleiten wird.

Im Elisabeth-Hotel wird eingecheckt. Es ist ein Integrationshotel, welches einen hohen Anteil von behinderten Menschen beschäftigt; ein preiswertes, gut geführtes ***Hotel, welches Nantke & Norbert ausgewählt haben. Wir können direkt im Hof parken. Der Tag wird abends nach kurzem Stadtrundgang im Restaurant „Italia“ abgeschlossen. Nach ausgiebigem Frühstück, treffen wir uns zu einer Wanderung durch den Teutoburger Waid, am Parkplatz des Donoper Teiches. Es ist, wie wir später feststellen, das erste Highlight des Tages. Als Wanderführerin erwartet uns Frau Bärbel Janssen, die Ehefrau unseres Stadt- und Museumsführers, der uns erst nachmittags wieder begleitet. Wir wandern auf wunderschönen Wegen. Das Sonnenlicht verursacht herrliche Nebelstreifen zwischen den Bäumen. Es sind ideale Fotomotive im schattigen Wald. Gemeinsam genießen wir die außergewöhnliche, angenehme Atmosphäre in der Natur. Am Donoper Teich (am Teichrand werden noch Fische aufgeschreckt) vorbei, wandern wir im Naturschutzgebiet weiter zu den Moor- und Heideflächen. Nach einstimmigen Beschluss wird die Wanderung zu den Quellen des Hasselbaches verlängert. Ein uriger Wanderweg und einmaliges Naturerlebnis, der uns weiter am St.Bonifatius Institut (mit kurzem Aufenthalt in der Kapelle), einem Reiterhof und dem Hasselbachstausee und am Bachlauf vorbei, wieder zum Parkplatz führt.

Nachmittags beginnt die Detmolder Stadtführung. Wir starten am Landestheater. Detmold war Residenzstadt der Grafen und Fürsten zur Lippe und bis 1947 Hauptstadt des Freistaates Lippe, danach wurde Lippe in das neue Bundesland NRW eingegliedert. Herr Janssen führt uns zunächst durch den Schlossgarten zum Schloss, heute bewohnt von Stephan Prinz zur Lippe. Der Schlossbereich macht 1/4 des Innenstadtbereiches aus. Wir erfahren viel aus der adeligen Familiengeschichte, u.a. vom sozialen Engagement der Regentin Pauline, die im 19. Jh. lebte. Die abwechslungreiche und interessante Führung geht weiter in die wirklich schöne Altstadt mit den gut erhaltenen bzw. restaurierten Fachwerkhäusern, Es macht Spaß dort spazieren zu gehen. Auf der Rathaustreppe kommt es zum obligatorischen Gruppenfoto. Viele Fachwerkhäuser sind oben breiter als unten und teilweise auf der Stadtmauer gebaut. Dieses wird zum besseren Verständnis hervorragend erklärt. Durch enge Gassen, auch Tweete genannt, gelangen wir schließlich zur Alten Synagoge. Die dortige Gedenkstätte erinnert an die Detmolder Bürger, jüdischen Glaubens, welche in der Nazi-Diktatur zunächst entrechtet und dann umgebracht wurden.. Mit einem deftigen Abendessen, in „Strates Brauhaus“, endet dieser ereignisreiche Tag. Einen „Absacker“ gibt’s aber noch im Hotel.

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, checken wir aus. Auf der Rückreise haben wir noch einiges vor, zunächst wollen wir zum Hermannsdenkmal, dann zu den Externsteinen fahren. Das Hermannsdenkmal ist eines dar bekanntesten Denkmale in Deutschland. Es ist ein beliebtes Ausflugsziel, Als wir dort eintreffen, informieren wir uns an den zahlreich aufgestellten Informationstafeln. Es wird viel fotografiert, vor allem von der Plattform oben, unterhalb der Statue. Die Aussicht von dort ist grandios,

Nach gut einer Stunde geht’s weiter zu den Externsteinen. Es ist eine Sandstein-Felsformation von über 100 m Länge, mit dreizehn relativ freistehenden gut sichtbaren Einzelfelsen, eine besondere Sehenswürdigkeit. Ins Auge fällt sofort das große, in den Stein gehauene Kreuzabnahmerelief, Faszinierend auch die Grotten, Höhenkammer und das offene Nischengrab. Die gesamte Felsformation steht unter Naturdenkmalschutz. Es sind viele Legenden und Mythen zu diesen Felsen bekannt, aber die Forschungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen. Die Felsen können über zwei Treppenaufgänge erreicht werden. Es lohnt sich, denn die Aussicht aus 40 m Höhe ist beeindruckend. Auf einem der Felsen werden Monika und Reinhold in einer Nische fotografiert. Ein mitgebrachtes altes Foto der beiden beweist, dass sie als Verlobte oder Jungvermählte, sich hier bereits einmal haben ablichten lassen. Auf dem Foto ist ein attraktives Paar zu sehen, heutige Ähnlichkeiten nicht ausgeschlossen. Auf dem nächsten Felsen ragt oben ein sogenannter Opferstein hervor, ein magischer sogenannter Kraftort, von dem esoterische Strahlungen ausgehen, die der Stärkung oder Bewusstseinserweiterung dienen und entspannend sein sollen. Das auszuprobieren lassen sich unsere Damen Erika, Elfte und Nantke natürlich nicht nehmen. Sie setzen sich nacheinander auf den Stein und lassen die Strahlung auf sich wirken. Ihren verklärten Gesichtsausdrücken entnehmen wir Umstehenden, dass sie fortan von universaler Lebensenergie Gebrauch machen werden. Sie werden in der nächsten Turnstunde vermutlich eindrucksvoller auftreten, als der Rest der Gruppe. Kerstin, unsere Übungsleiterin, wird sich freuen.

Alle schönen Tage sind schnell zu vorbei, daher zum Ende des Berichtes, ein herzliches Dankeschön an Nantke und Norbert, die alles hervorragend organisiert haben, sowie an das Ehepaar Janssen, welches uns das Lipperland als lebens- und liebenswerte Landschaft nahe gebracht haben.

Text: HJP –  Foto: N.Roth